Fliegen in Namibia

ZWEIMAL ALS SCHLEPP-PILOT IN NAMIBIA 

Manche fliegen für den Urlaub nach Namibia …

Ich eben als SCHLEPP-PILOT. 

Gleich zweimal machte ich mich gemeinsam mit einer Gruppe internationaler Drachen-Spitzenpiloten auf den Weg in den Süden Namibias.


Unser Ziel:

Burgsdorf – eine kleine Farm  in der Nähe von Mariental.

Klingt zunächst nicht unbedingt nach dem Nabel der Fliegerwelt.

Ist es aber!

Denn wenn über der trockenen Landschaft Namibias die Thermik richtig loslegt, geht’s ordentlich nach oben.

MISSION: HOCH HINAUS UND MÖGLICHTS WEIT! ☀️


Gestartet wurde im Schleppverband mit einem Ultraleicht-Trike.

Meine Aufgabe als SCHLEPP-PILOT?

Die Drachenpiloten dorthin bringen, wo sie hinwollen, nach oben in die Thermik. 


Aufgrund der extremen Trockenheit entwickelt sich in Namibia eine gewaltige Thermik, die teilweise bis auf 7.000 Meter über NN reicht.

Ja, richtig gelesen:

7.000 Meter!

Da wird aus „ein bisschen Drachenfliegen“ ziemlich schnell eine ausgewachsene Expedition durch die Luft. 😎

Die Bedingungen sind damit nahezu perfekt, um große Strecken zu fliegen und auf Rekordjagd zu gehen.

Was dort möglich ist, zeigt unter anderem der Weltrekord in der FAI-Klasse V auf einem Dreieckskurs:

405,3 Kilometer – geflogen von Jochen Zeyher.

Mal eben über 400 Kilometer mit dem Drachen …



ABER OHNE DIE RICHTIGE AUSRÜSTUNG GEHT GAR NICHTS

Wer unter solchen Bedingungen fliegt, braucht mehr als Sonnencreme und gute Laune.

Sauerstoff, Wasser, Notfallausrüstung, Funk, Fluginstrumente und ein perfekt vorbereitetes Fluggerät gehören selbstverständlich dazu.

Und mindestens genauso wichtig:

Eine verdammt gute Bodenmannschaft.

Während die Piloten oben Kilometer sammeln, läuft unten die komplette Organisation.

Wetter beobachten, mögliche Strecken planen, den Startbetrieb koordinieren und natürlich die Piloten wieder einsammeln, wenn sie irgendwo im namibischen Nirgendwo außenlanden.

Denn irgendwann kommt selbst der schönste Streckenflug zu Ende.

Und wenn du dann ein paar hundert Kilometer entfernt mitten in Namibia stehst,

hilft dir eine Erkenntnis herzlich wenig:

„Ähm … mein Auto steht übrigens noch auf der Farm.“ 

Zweimal Namibia, unzählige Schlepps und viele Erlebnisse, die man garantiert nicht vergisst.

Staubig. Heiß. Anstrengend. Spektakulär.

Und fliegerisch?

Einfach der absolute Wahnsinn.


Hello world
Hello world
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